Ghostwriter gefunden – was man jetzt beachten sollte

Wie engagiert man eigentlich einen Ghostwriter? Natürlich, es gibt dafür Agenturen. Aber immer häufiger läuft das Suchen und Finden heutzutage über das Internet ab.

Professionelle Ghostwriter verfügen schließlich in der Regel über mindestens eine Internetpräsenz (Webseite, Blog etc.), so dass die Nutzung der gängigen Suchmaschinen zumindest schon einmal eine erste Übersicht liefert. Auch Ratgeber-Foren, Anzeigenseiten und Autoren-Portale sind eine nützliche erste Anlaufstelle.

Einen passenden Ghostwriter zu finden ist die eine Sache. Aber was dann?

Hat man nun seine(n) Kandidaten(-in) gefunden, erfolgt die erste Kontaktaufnahme und Angebotseinholung. Empfehlenswert ist dabei eine E-Mail mit den wichtigsten Informationen:

  • Art des Auftrages (Sachbuch? Biografie? Roman? Rede? Blog-Artikel?)
  • evtl. bereits geleistete Vorarbeit (z. B. bereits vorhandener Manuskriptentwurf)
  • gewünschter ungefährer Umfang des Projektes (500 Wörter? 5.000? 50.000??)
  • geplanter Zeitrahmen

… und eben NICHT nur ein kurzes: „Hallo, ich möchte ein Buch geschrieben haben – was kostet das?“

Solche Anfragen sind definitiv nicht ausreichend, und so etwas führt auch nicht gerade dazu, dass man als potenzieller Auftraggeber ernst genommen wird.

Festlegung der Konditionen

Haben Ghostwriter und Auftraggeber/Kunde sich nun gefunden, geht es um die Klärung der Konditionen, nicht zuletzt um die Frage, wie viel Honorar zu welchem Zeitpunkt bezahlt werden muss. Die Konditionen sollten schriftlich festgehalten werden – dazu gehören u.a. Fragen wie:

  • Wird der Name des Ghostwriters komplett vertraulich behandelt, oder soll er in irgendeiner Form bei Manuskriptveröffentlichung genannt werden – und wenn ja, in welcher Form?
  • Gibt es einen ungefähren Zeitrahmen, in dem das Manuskript abgeliefert werden soll?
  • Welche Materialien (und in welcher Form) hat der Auftraggeber zur Verfügung zu stellen?
  • Nach welchen Kriterien erfolgt die Bezahlung? Während viele Ghostwriter ein von der Seitenzahl abhängiges Honorar berechnen (also z.B. xx EUR pro Normseite -nach VG-Wort-Definition 1.500 Zeichen inkl. Leerstellen) gibt es auch alternativ die Variante eines Pauschalpreises für die abzuliefernde Arbeit. Manche Auftraggeber bevorzugen die Variante, dem Ghostwriter eine spätere prozentuale Beteiligung am Verkaufserlös des Endproduktes anzubieten – dies wird jedoch von Ghostwriter-Seite her häufig nicht akzeptiert, da der Ghostwriter ansonsten das Risiko eingehen würde, im Zweifelsfall ohne Bezahlung dazustehen.
  • Kommen weitere Kostenfaktoren hinzu: Recherche, Reisekosten?
  • Wie erfolgt die Abrechnung? In mehreren Raten, z.B. jeweils bei Ablieferung einer bestimmten Seitenanzahl?
  • Wird ein Vorschuss gezahlt?

 

Keep Calm Ghostwriter

(Ach ja: Wie es der Zufall will – ich BIN ein Ghostwriter. Ihr erreicht mich/Sie erreichen mich hier.)

Die Zusammenarbeit

Die Form und Intensität der Zusammenarbeit hängt u.a.  von der Art des Projektes ab. Bei einer Autobiographie ist der Auftraggeber logischerweise die primäre Quelle für Informationen. Daten, persönliche Eindrücke und Erlebnisse müssen entsprechend vom Auftraggeber mitgeteilt werden und können allenfalls durch Hintergrundrecherchen seitens des Ghostwriters ergänzt werden. Eine Methode, die sich zur Informationssammlung anbietet, ist das Interviewen (oder ggf. auch einfach “Erzählen-Lassen”) des Auftraggebers und das Aufzeichnen dieser Treffen per Diktiergerät (natürlich nur mit Einverständnis des Auftraggebers). Diese Tonaufzeichnungen können dann im Nachhinein in Ruhe verarbeitet werden.

Auch wenn Auftraggeber und Ghostwriter weit voneinander entfernt wohnen, bieten viele Internetdienste die Möglichkeit zum Versenden kostenloser Sprachnachrichten oder das Abhalten von Videokonferenzen. So kann eine Zusammenarbeit auch durchaus auf weite Distanzen hinweg erfolgen. Also nicht zu viele Sorgen wegen der Distanz – die Technik macht da vieles möglich!

 

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