Die Wächter des Abendlandes können sie mal…

…oder so etwas in der Art.

Zuerst einmal “Glückwunsch!”, liebe Autorin.

Diese besagte Autorin, die Romane im Selfpublishing veröffentlicht (was ja nicht PER SE als Zeichen mangelnder Qualität angesehen werden MUSS), hat jüngst einen Blogartikel veröffentlicht, in welchem sie sich schlichtweg “weigert”:  Sie ist “dagegen”, das Vorhandensein eines (huch, auch noch BEZAHLTEN?) Lektorates als Merkmal für die Qualität eines Buches anzusehen. Die Notwendigkeit solch eines “TÜVs” für Bücher (den sie mit einer “Zensur” vergleicht) sieht sie betonterweise nicht.

Dieser Blogartikel erhitzt nun die Gemüter sowohl auf der Pro- (Pro-Lektorat, nicht Pro-Zensur, wohlgemerkt) als auch auf der Contra-Seite, und somit ist der Name der Autorin in aller vieler Munde. Wie sie selbst auf Social Media anführt, hat sie inzwischen eine Reihe neuer “Anfragen” erhalten.

Also: Glückwunsch!

Diversen Punkten ihrer Argumentation kann ich sogar zustimmen: Continue reading

Advertisements

Was ist eigentlich ein Texter/eine Texterin?

Der Beruf Texters/Texterin deckt ein weites Feld ab – theoretisch alle Arten von zu erstellenden Texten. Man spricht beispielsweise von “Songtextern” bzw. “Liedtextern” oder auch “Comic-Textern”, doch klassischerweise bezieht sich der Begriff “Texter” in erster Linie auf die Werbebranche. International ist in dem Fall auch von einem “Copywriter” die Rede.

Die klassischen Werbetexter

Texte für Werbespots im Fernsehen und Anzeigenkampagnen in Zeitschriften und auf Plakaten stammen von Textern. Diese arbeiten meist für oder mit Werbeagenturen zusammen – manchmal als Angestellte, häufig aber auf der Basis von freier Mitarbeit, also als “Freie Texter”.

Der Begriff Texter/Texterin ist keine geschützte Berufsbezeichnung, so dass es hier grundsätzlich Möglichkeiten auch für Quereinsteiger gibt. Geht es um die klassischen Werbetexter, folgt der Einstieg bei einer Werbeagentur häufig über ein Volontariat. Inzwischen bieten jedoch auch entsprechende Studiengänge oder eine Ausbildung zum/zur „Kaufmann/-frau für Marketing­kommunikati­on” einen geeigneten Anfang.

Internet-Content und SEO

Mit der Verbreitung des Internets hat sich unter den Textern eine neue Gruppe herausgebildet, die den steigenden Bedarf an Online-Texten (Content) für Firmenwebseiten, Blogs und Soziale Netzwerke bedient. Hierbei handelt es sich zwar häufig, doch längst nicht mehr ausschließlich um Werbetexte.

Diese Texter haben nicht zuletzt durch die Entwicklung der Internet-Suchmaschinen ein neues Betätigungsfeld bekommen. Wer im Internet auf möglichst viele Leser angewiesen ist, benötigt nicht nur speziell auf die Leserschaft, sondern auch auf Suchmaschinen zugeschnittene Texte. Um dieser Doppelanforderung gerecht zu werden, wird für die fachgerechte Textaufbereitung häufig ein Texter gesucht. Aufgabe des Texters/der Texterin ist nicht nur das Schreiben eines gut lesbaren und ansprechenden Textes, sondern darüber hinaus das Anreichern dieses Textes mit passenden Keywords, also Schlüsselwörtern, auf die die Online-Suchmaschinen ansprechen, was für ein gutes Ranking (eine gute Positionierung) bei den Suchmaschinen sorgen soll. Dieser Bereich nennt sich Suchmaschinenoptimierung bzw. Search Engine Optimization, abgekürzt auch SEO.

Diese Texter sind meist freiberuflich tätig und finden ihre Auftraggeber häufig dort, wo sie selbst auch schreiben, nämlich im Internet. Hier gibt es inzwischen für diese Bereiche spezialisierte Jobbörsen und Foren sowie Plattformen, die sich auf die Erstellung von Internet-Content für Kunden unter Mitarbeit von freien Textern (die selbst häufig anonym bleiben) spezialisiert haben. Hier verwischen zum Teil die Grenzen zwischen Texter und den so genannten “Ghostwritern”, d.h. den Autoren, die im fremden Auftrag und Namen Texte erstellen.

Da der Markt für SEO-Texte und sonstigen Web-Content sehr breit gefächert ist, finden sich natürlich auch entsprechend unterschiedliche Konzepte für die Organisation und den Ablauf der Content-Erstellung. Selbstverständlich gibt es auch Texter, die ohne Umweg über Agenturen und sonstige Vermittlungsplattformen direkt für die jeweiligen Kunden arbeiten. Auch der berufliche Hintergrund der Texter variiert: Während manche gewissermaßen “vom Fach” sind, kommen andere wiederum als Quereinsteiger in die Branche und arbeiten häufig nur nebenberuflich als Texter. Je nach Konzept und Auftraggeber ist die Bezahlung der Texter sehr unterschiedlich, doch auch hier kann man sich als Texter bei einer guten Selbstvermarktung und guten Leistungen nach oben arbeiten, sich einen guten Kundenstamm aufbauen usw.

Mit einem Dasein als Freiberufler sind natürlich auch sämtliche Vor- und Nachteile verbunden, die das Arbeiten auf freiberuflicher Ebene mit sich bringt: Als freiberuflicher Texter/Texterin hat man keine Chefs im klassischen Sinne, dafür aber Auftraggeber, die zufrieden gestellt werden müssen. Man ist für sein Einkommen selbst verantwortlich – und auch für die Auftragsakquise und die Eigenwerbung.

Ghostwriting – was ist das eigentlich?

Bei einem Ghostwriter handelt es sich um einen Autoren bzw. eine Autorin, der/die gegen Honorar für einen Auftraggeber einen Text verfasst (“ghostet”). Hierbei kann es sich um Romane und Sachbücher, aber auch um andere Text- und Publikationsformen handeln. Auch die Autoren von Reden, die dann von anderen Personen (beispielsweise Politikern) gehalten werden, fallen im weiteren Sinne unter diese Definition – wie auch die Verfasser von akademischen Arbeiten (Magisterarbeiten, Doktorarbeiten etc.). Die letztgenannte und kontrovers diskutierte Praxis bewegt sich allerdings in vielerlei Hinsicht in einer Art “Grauzone” und bleibt in den folgenden Ausführungen weitgehend unberücksichtigt.

Rechtliche Situation des Ghostwriters

Die rechtliche Situation eines Ghostwriters definiert sich in erster Linie durch den Vertrag, den dieser mit dem Auftraggeber abschließt. In der Regel erhält der Auftraggeber nach Fertigstellung der Arbeit und Zahlung des vereinbarten Honorars die Rechte an dem erstellten Text. Dies berechtigt den Auftraggeber im typischen Fall beispielsweise auch dazu, das fertige Textmanuskript unter eigenem Namen einem Verlag anzubieten und im Fall einer Publikation das entsprechende Autorenhonorar bzw. Tantiemen etc. einzustreichen. Der Auftraggeber darf sich dann nach außen hin als Autor des Manuskriptes (also des Romans, Sachbuchs etc.) präsentieren. In derartigen Fällen wird oft eine entsprechende Verschwiegenheitsklausel in den Ghostwritervertrag aufgenommen, die den Ghostwriter dazu verpflichtet, über seine Autorenschaft Stillschweigen zu bewahren.

In manchen Fällen (je nach Vertragsgestaltung), wird der Ghostwriter auch als Mitautor genannt oder erhält eine Erwähnung seiner Mitwirkung in den oft am Ende von Büchern aufgeführten Danksagungen bzw. im Nachwort.

Es gibt auch Vertragsvarianten, in denen der Ghostwriter kein festes Honorar erhält, sondern an den späteren Einnahmen prozentual beteiligt wird.

Wer sind die Auftraggeber?

So mancher Mensch hat eine Idee zu einem Roman – aber nicht das handwerklich/künstlerische Vermögen oder die Zeit, diese auch in kommerzieller Qualität auszuformulieren. Ähnliches gilt für Experten, die ein Sachbuch veröffentlichen möchten, oder auch Menschen mit interessanter Lebensgeschichte (oder auch Personen des öffentlichen Lebens), die ihre Autobiografie veröffentlicht haben möchten. Sie alle sind potenzielle Kunden für einen Ghostwriter.

Eine andere Variante ist diejenige, bei der Buchserien eines/einer bereits verstorbenen Autors/Autorin in dessen bzw. deren Stil und unter dem bekannten Namen fortgeführt werden, aber dann von Ghostwritern verfasst werden. Ein Beispiel sind die auch noch in neuerer Zeit erschienenen Jugendbücher von Enid Blyton.

Die 15 häufigsten Sätze aus dem Mund eines Autoren

Sehr schön! 🙂 Mal sehen – welche Sätze könnte man hier noch hinzufügen..?

Saskia Louis

Genau wie ein Chef vielleicht dauernd „Ich brauch das bis morgen!“ ruft oder eine Mutter irgendwann nicht mehr zählen kann, wie oft sie schon „Jetzt räum endlich dein Zimmer auf!“ gefordert hat, gibt es auch gewisse Sätze, die einem Autor (und ja, auch einer Autorin!) dauernd durch den Kopf gehen. Und gerade, wenn man dann mit jemand anderem zusammen schreibt, fallen diese besonders auf. Hätten die liebe Saskia und ich, während wir zusammen Szenen durchgeplant und Geschichten weitergesponnen haben, jedes Mal einen Euro in ein Glas getan, wenn einer dieser Sätze fiel – tja, dann könnten wir davon jetzt einen schönen Urlaub machen. Stattdessen haben wir sie für euch gesammelt,  sodass ihr euch schön vorstellen könnt, wie wir über unseren Geschichten verzweifeln.

Ihr seid herzlich willkommen, die Liste zu ergänzen!

Alle Autoren:

  1. Ach, so hatte ich mir das gedacht!
  2. … das macht doch keinen Sinn.
  3. Das hatte ich aber mal…

View original post 116 more words

Die Ein-Satz-pro-Tag-Strategie

So manche von uns haben Phasen, in denen wir beim Schreiben eher langsam vorankommen, und wir werden immer wieder ganz neidisch ehrfürchtig, wenn wir etwas über die scheinbar typischen Arbeitstage anderer Autorenkollegen lesen, die Stunden und Stunden schreiben können und dabei tausende Worte an Content produzieren – und das täglich!

Das Problem ist nicht, dass wir nicht gern schreiben! Au contraire! Wir lieben es!!

Die Sache ist eher die –  beim Schreiben wird man leicht abgelenkt. Da sind so viele Ideen auf einmal in unseren Köpfen, es gibt so viel zu tun und zu schreiben, und dabei ist wohl nie genug Zeit da, um all diesen Ideen nachzugehen und sich um alles zu kümmern… und dann gibt es ja auch immer wieder Unterbrechungen von außen. Uuuuuuuuuund… das Internet ist ja dann auch nochmal eine riesige potenzielle Ablenkungsquelle (Oooh!… schau mal… ein süßes Hundevideo!!)!

Und dabei sind wir ja noch gar nicht beim Schreckgespenst so vieler schriftstellernder Existenzen, dem Monster unter unserem Bett, der… der…  (*Start Musik “Psycho”-Duschszene*): SCHRRRRRRREIBBLOCKADE!!

Ähm, ja – also es gibt so manche Gründe dafür, dass man zwischendurch einfach mal “stecken” bleibt. Und wenn dann nicht auch noch ein nahender Abgabeschluss (die gefürchtete “Deadline”) dräut, kann man noch von Glück sagen.

Eine der Methoden, mit der ich mich selbst austrickse: Ich versuche, einen Satz zu schreiben. Einen. Ernsthaft. Es muss noch nicht einmal ein besonders guter Satz sein. Ich meine, das ist doch zu schaffen, oder?

Und wenn ich dann Glück habe, löst das in meinem Kopf dann so eine kreativen Domino-Effekt aus, und ein Satz löst gewissermaßen die Entstehung des jeweils nächsten Satzes aus, und aus mehreren Sätzen entsteht dann tatsächlich ein ganzer Text.

Zugegeben, es funktioniert nicht IMMER so reibungslos. Manchmal bleibt es nur bei dem einen Satz – jedenfalls für den Moment. Aber immerhin: Ein Satz ist besser als gar keiner. Und am nächsten Tag kommt dann doch noch ein weiterer Satz hinzu, und dann noch einer und schließlich (*Trommelwirbel*) tatsächlich… ein ganzer Text.

(Und jetzt… wieder zurück zu den Hundevideos…)

Happy Birthday, Mr. Holmes!

Reblogging myself for a change, but it is this year just as true as last year… 😉

susa(nne) wagner

silver00

“It is a truth universally acknowledged, that…”

… errm, no… wrong author and wrong fandom (in this case).

But anyway, it is an – albeit fictitious – truth acknowledged by the majority of Sherlockians/Holmesians, that Mr. Sherlock Holmes was “born” on January 6, 1854.

Therefore…

Happy Birthday, Sherlock Holmes!

View original post

Coming Home (a Sherlock Holmes Short Story)

[Creative Writing – a Sherlock Holmes short story]

I have been neglecting my own writing – at least when it comes to the area of creative writing – for quite a while, being too busy with the commissioned writing for my clients. So, in order to get back into that particular saddle again, I have dug this up from my archives – a short story, one of the first I have ever written in (my non-native language) English. That as such was – and still is – a challenge in itself. The second challenge was trying to find the right tone, since the original Sherlock Holmes stories are a product of the Victorian and later Edwardian times.

I could of course claim that I wrote it for the sake of these relatively technical challenges – but I guess I mainly did it in order to entertain my inner nerd. 🙂 

So, this is my take on one of my favorite ACD stories (The Empty House) and what might have happened afterwards…

 

Coming home

All of a sudden I am wide awake… panting… sweating. I keep having those disturbing dreams, almost got used to them during the last three years without my friend, but full of doubts, loneliness and fear.

The night is pitch black, and it takes an eternity to adjust my eyes better to the darkness and to realize where I am: This, at last, is Baker Street! I am home!

Utterly relieved I try to steady my breathing and fumble for some matches to light a candle. It is only now that I notice I am not lying in my bed, but on the couch in the sitting room, where I must have eventually dozed off, after sitting up with my dear, sorely missed Watson for hours. Continue reading