Schreib-Kicks: Eure Linksammlungen

Wir surfen durch das Internet, wir finden interessante Seiten, wir setzen Bookmarks… und Bookmarks… und Bookmarks. Da kommt mit der Weile so Einiges zusammen. Wer also auf der Suche nach Inspiration ist, sollte sich zwischendurch einfach mal die gesammelten Links anschauen.

Mich inspirierte das Aufräumen und Organisieren meiner Links zum Beispiel dazu, mal wieder einen Post zu verfassen. Aber ganz davon abgesehen – ernsthaft, meine gesammelten Links geben schon mal das eine oder andere her – versucht’s einfach mal.

… und “Happy Writing!” 🙂

 

A One-Book Shop… !

An old issue of one of my fave writing-related newsletters of  http://www.worldwidefreelance.com has directed me to a peculiar little article:

Author opens one-book shop to sell his own work

To me, it’s a curious piece of information and – possibly – inspiration. I mean, one never knows where the next inspiring idea might come from, right?

I wonder – since it has been a few years already – what has become of the idea … and the book? (Update: … which is why I’ve checked and found the book’s Wikipedia page.)

Schedule your (Blog) Content in Advance

I must not neglect my blog I must not neglect my blog I must not neglect my blog I must not neglect…

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If you are anything like me, your blogging is filled with a certain amount of content (i.e. posts) and … uhm… good intentions. You KNOW that your blog/website/Facebook page is a major factor when it comes to attract potential customers. Not only because it is THE opportunity to showcase your skills, but the content with the right keywords helps people to find you via Google & Co. (SEO, anyone?)

And – as in my case – filling other people’s blogs/websites/Facebook pages with content might even constitute an integral part of your offered services. Because, as you keep telling your clients (potential or actual), this… *clearsthroat*… content is a major factor when it comes to attracting potential customers and is THE opportunity to showcase their skills, and… well, yeah.

So much for the theory.

You are actually good at what you do! The irony is: Over the work for your clients you start neglecting your very own blog… website… Facebook page. And since you KNOW that your blog/website/Facebook page is a major factor when it comes to… uhm, sorry… I think we’ve all got that by now.

And that is when the good intentions kick back in.

I must not neglect my blog I must not

Surprise: Good intentions are often not enough. A good strategy helps, and some tools to help you/myself as well. Continue reading

Jugendsprache (oder: Ich bin dann mal alt!)

Als Autorin probiere mich schreiberisch ja ganz gern mal in anderen Genres aus. Ich hätte auch sogar ein paar Ideen in Richtung „Young Adult“-Roman. Aber … da gibt’s ein Problem: Also Frau jenseits der 40 ohne Kinder habe ich eine bestenfalls VAGE Ahnung, wie die Jugendlichen eigentlich reden. Ich meine, das ändert sich ja auch immer wieder, oder? (Sagt man das heute überhaupt noch: Jugendliche?? Wahrscheinlich nicht …)

 

Ich erinnere mich noch ganz genau an den Moment, in dem ich begriff, dass ich wohl nicht mehr zur Jugend gehöre. Genauer gesagt war das vor vielen ein paar Jahren auf einer Fete – oder sollte ich “Party” sagen oder vielleicht “Festivität”… bin jetzt ja älter, richtig?

 

Jedenfalls spielten sie da dieses Lied, und wenn ich das richtig verstanden habe, ging’s darin hauptsächlich um “Atzen”.

 

Ähm … Atzen?

 

Atzen… also…

 

Ätzend” kenne ich. Aus dem Chemieunterricht. Und auch weil das früher bei uns als Missfallenskundgebung in Gebrauch war – bei uns Jugendlichen. Lange her.

 

“Atzung”… ist, glaube ich, ein uralter Begriff für eine Mahlzeit, vor allem bei Tieren.

 

Und dann gibt’s da ja auch noch den Comedian “Atze [!] Schröder”.

 

Ob der was damit … nein, wohl eher nicht. Obwohl – wer weiß?

 

Nach oberflächlicher Interpretation des Liedtextes kam ich zu dem Schluss, dass es sich bei den Atzen wohl um einen alternativen Ausdruck für Freunde oder Kumpel handeln mochte.

 

Toll!! Ich war verdammt stolz auf mich!! Und ein bisschen sentimental wurde ich auch und dachte an die Zeiten zurück, als ich als 16-Jährige meine Eltern damit genervt habe, dass ich praktisch alles “cool” fand. Oder, noch schlimmer, “geil”. Heute keine große Sache mehr, seitdem wir es ständig in der Werbung serviert bekommen, aber damals … hach, ja, da konnte unsereins noch SCHOCKIEREN!

 

Dabei hat’s vor uns wahrscheinlich sogar schon der junge Schiller gebraucht, oder auch andere Dichter und Denker. Ist sehr gut möglich, auch wenn der Kontext vielleicht – VIELLEICHT! – ein anderer war. Aber das … ist wieder eine andere Geschichte.

 

Und jetzt muss ich los. Modernes Wörterbuch kaufen geh‘n. Oder vielleicht ‘ne Bravo …?

“Would a Publisher be interested in the Subject of my Manuscript?” Well, let’s have a look …

If one works as a #ghostwriter (like yours truly), you often get to hear a question, something along the lines of: “I want to tell a story – but would a #publisher be interested in that. And if yes: Which publisher?”

Sure, that’s a totally legitimate question! And since paying a ghostwriter (me! ME! MEEE!) is an investment, such a question does make sense (even though nowadays many authors decide to take the selfpublishing route anyway). But when it comes to answering it, the ghostwriter of your choice is not necessarily the go-to-guy (or gal). The ghostwriter might have experience when it comes to writing in the genre of your choice – but they are usually neither market researcher nor literary agents.

But here’s the thing you can easily do yourself, with just a few minutes online:

  • Go to the website of an online book seller (amazon, Barnes & Noble or others)
  • Select a few keywords that could be used to describe your story – enter these into the search field and start the search.
  • The search results should give you a first overview of what the market has to offer regarding your chosen subject/genre. Once you select a title and click for the details, you can look for the name of the publisher and get an idea about their portfolio/areas of interest.
  • In addition, you can head to the publisher’s website afterwards to check their program and submission guidelines, if available.

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That’s of course still no guarantee that the publishers you research like this will actually publish your story later. The quality of a manuscript is not only a question of selecting the right subject – but of how you treat it. There are so many factors that play a role here. But I guess that’s another subject for another post 🙂

Onkel Duden und Tante Rechtschreibkontrolle … nützliche Wahlverwandtschaft für Autoren

Hey, die lieben Verwandten können manchmal ganz schön nützlich sein.

 [Um es gleich vorab zu sagen/schreiben: Mir ist ganz klar, dass ich mich hier gerade gewissermaßen auf dünnes Eis begebe, denn ich bin alles andere als die Rechtschreib-Queen und muss mir möglicherweise nun nachsagen lassen, eher so etwas wie die Klugsch…-Queen zu sein. UND vermutlich wird der eine oder andere jetzt meinen Text besonders gewissenhaft auf etwaige Rechtschreibfehler untersuchen … und wahrscheinlich sogar welche finden.]

Aber erstmal zum Thema:

In Diskussionen für Autoren kommt gerade in Bezug auf Einsteiger und deren Texte immer wieder gern die Diskussion um die korrekte Rechtschreibung auf. (Da fällt mir ein … korrekte Rechtschreibung … das dürfte doch eigentlich eine Dopplung in sich darstellen … so etwas wie “weißer Schimmel” in Bezug auf Pferde. Aber ich schweife gerade ab. Also nochmal … zum Thema …)

Wenn ich also meine Leseprobe in einer Autorengruppe (oder einem sonstigen Forum) zur Diskussion stelle oder sie sogar bei einem Verlag in Bezug auf eine mögliche Veröffentlichung einreiche – ist es dann WIRKLICH so schlimm, wenn ich mir mit der Rechtschreibung keine besondere Mühe gebe? (Hier geht es wohlgemerkt nicht um spezifische Probleme post-Rechtschreibreform und schon gar nicht um Legasthenie, auch nicht um einen vereinzelten Tippfehler, der beim Korrekturlesen übersehen wurde, auch nicht um die Leute, die möglicherweise in einer für sie noch fremden Sprache schreiben … sondern einfach um eben dies: Autoren, die sich offensichtlich keine besondere Mühe geben.) Immerhin schaut da vor Veröffentlichung ja sowie ein Lektor drüber, richtig? Also ist es ja nicht so schlimm. Ich bin ja schließlich nur ein Autor. Kein Lektor. Kein wandelndes Lexikon. Hauptsache, das Manuskript/die Geschichte ist gut.

Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht.

Meiner Meinung nach geht es hier auch gar nicht darum, welche Seite (die “Fünfe-gerade-sein-lassen” oder die “Rechtschreibpuristen”) bei der Diskussion Recht hat. Es geht eher darum, die jeweiligen Chancen zu eigenen Gunsten positiv zu beeinflussen. Das heißt nicht, dass ein Rechtschreibfehler mehr oder weniger den Unterschied machen wird, ob es mir gelingt, meinen Text zu verkaufen.

Aber diejenigen Menschen, die meine Texte bewerten, sind genau das: Menschen. Und Menschen haben Launen, Menschen können genervt sein. Menschen haben gute und schlechte Tage. Und wahrscheinlich haben diese speziellen Menschen noch eine ganze Reihe anderer Texte auf ihrem Schreibtisch bzw. ihrer Inbox. Zu viele Rechtschreibfehler (vor allem, wenn sie vermeidbar sind) können ganz schön nervig sein. Und von jemandem, den mein Manuskript nervt, eine gute Beurteilung zu erwarten… na ja, das würde ich dann wirklich Optimismus nennen…

Um andere Menschen dazu zu bringen, meinen Text als solches ernst zu nehmen, sollte ich nach Möglichkeit zeigen, dass ich ihn ebenfalls ernst nehme.

Was also tun? Continue reading

“Würde sich ein Verlag für mein Thema interessieren?” Schaun mer doch mal nach …

Arbeitet man – wie ich – als Ghostwriter, wird man immer wieder mit dieser Frage (oder irgendeiner entsprechenden Abwandlung) konfrontiert: “Ich habe eine Geschichte zu erzählen bzw. möchte die Geschichte schreiben lassen. Hat so etwas bei einem Verlag Erfolg? Und wenn ja: bei welchen Verlagen?”

Obwohl die Fragestellung natürlich total legitim und nicht zuletzt wegen des Kostenfaktors auch wichtig ist – ein Ghostwriterhonorar ist ja dann doch erstmal ein Investment –  ist der Ghostwriter Deiner Wahl für solche Fragen nicht unbedingt der ideale Ansprechpartner. Mit etwas Glück hat der Ghostwriter (also meine Wenigkeit oder wer auch immer) zwar Erfahrungen in dem vom Auftraggeber gewünschten Genre – aber Marktforschung oder Agenturtätigkeit ist in der Regel nicht seine/ihre Aufgabe. Besser beraten ist man da schon mit einem/-r Literaturagenten/-in. (Mal ganz davon abgesehen, dass viele Autoren heute auf’s Selfpublishing setzen.)

Aber mit nur ein paar Minuten online kann man sich die Frage eventuell auch selbst beantworten: Continue reading

“Do as I say, don’t do as I -“… uhm … well …

I have been breaking quite a few rules recently … at least according to those rules that I like to convey to clients:

  • update your blog REGULARLY
  • update your Social Media REGULARLY
  • provide useful/interesting content
  • participate in networking events on- and offline

… to just name a few.

I’ve been recently involved in a major project and have hardly been posting anything. And all of a sudden, my most recent “real” post has been weeks ago, and the longer one waits, the more difficult it seems to find the right time and the right content to get back on track …

So … this is me, getting back on track!

My blog and I have also decided to go into “blog therapy” together. Okay, it’s more like I have made the decision and the blog will get the treatment. But more on that (hopefully not too much) later!

A Christmas Carol – one of my personal Favorites this Time of the Year

“…and it was always said of him, that he knew how to keep Christmas well, if any man alive possessed the knowledge. May that be truly said of us, and all of us! And so, as Tiny Tim observed, God bless Us, Every One!

A Christmas Carol – by Charles Dickens

Download the ebook for free at the Project Gutenberg.

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“…und immer sagte man von ihm, er wisse Weihnachten recht zu feiern, wenn es überhaupt ein Mensch wisse. Möge dies auch in Wahrheit von uns allen gesagt werden können! Und so schließen wir mit Tiny Tims Worten: Gott segne uns alle und jeden!”

Der Weihnachtsabend – von Charles Dickens

Download des e-books kostenlos beim Project Gutenberg.

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Bild

(Excerpt from Wikipedia:)

“Legacy

While the ‘Merry Christmas’ was popularized following the appearance of the story,[58] and the name “Scrooge” and exclamation “Bah! Humbug!” have entered the English language,[59] Ruth Glancy argues the book’s singular achievement is the powerful influence it has exerted upon its readers. In the spring of 1844, The Gentleman’s Magazine attributed a sudden burst of charitable giving in Britain to Dickens’s novella; in 1874, Robert Louis Stevenson waxed enthusiastic after reading Dickens’s Christmas books and vowed to give generously; and Thomas Carlyle expressed a generous hospitality by staging two Christmas dinners after reading the book.[60] In America, a Mr. Fairbanks attended a reading on Christmas Eve in Boston, Massachusetts, in 1867, and was so moved he closed his factory on Christmas Day and sent every employee a turkey.[33] In the early years of the 20th century, the Queen of Norway sent gifts to London’s crippled children signed “With Tiny Tim’s Love”; Sir Squire Bancroft raised £20,000 for the poor by reading the tale aloud publicly; and Captain Corbett-Smith read the tale to the troops in the trenches of World War I.[61]

(…) This simple morality tale with its pathos and theme of redemption significantly redefined the “spirit” and importance of Christmas, since, as Margaret Oliphant recalled, it “moved us all those days ago as if it had been a new gospel.”

Happy Birthday, Jeremy Brett!

The awe-inspiring #JeremyBrett – for me the definitive (i.e. canonical) #SherlockHolmes actor. Today, he would have been 83 years old.

Apart from the fact that I am currently working on my first Sherlock Holmes related novel (that will probably be published next year) and am therefore very invested in the subject, JB still reminds me of my inner #fangirl.

 

Autoren: Hören eure Dialoge sich natürlich an?

Einen tollen Dialog zu schreiben, ist manchmal gar nicht so einfach! Ich bin mir noch nicht mal sicher, ob es dafür eine richtige Methode gibt (im Sinne einer lernbaren Formel). Klar, es gibt schon ein paar Fähigkeiten in Bezug auf das Schreiben (Grammatik, Struktur …), die man mit Hilfe von Büchern und Kursen lernen kann. Aber ich glaube, wenn es um das Schreiben von Dialogen geht, dann kann Hören eine wichtige Fähigkeit sein. Continue reading

Welcome to my weirdly …

… bilingual blog! I was born in Germany, but I now live in the USA. And meanwhile, even my thoughts are now … weirdly bilingual.

I seem to be switching between languages all the time (given the fact that part of my business consists of translating them, that’s probably a good thing). So, you will find English language posts here, as well as German ones, and in order to make navigation more easy for you, I have categorized them: Under “languages” (right hand side) you can select the category auf Deutsch, falls Sie und Ihr nur die Posts in deutscher Sprache lesen möchten/-et or the category in English for the English language blog posts. Or you can of course simply scroll through the blog and read them as they come! 🙂

 

 

 

Das Einlagensicherungssystem in den USA

Zuerst einmal freue ich mich darüber, dass mich die Optimal Banking Akademie, die u.a. das Info-Portal Amerikakonto.com betreibt, vor Kurzem in ihr Redaktionsteam aufgenommen hat!

In dem Zusammenhang kommt hier ein kleiner Teaser für meinen ersten dort veröffentlichten Artikel. Hier geht es darum, wie Kundengelder bei US-amerikanischen Banken für den Zweifelsfall abgesichert sind, und ob/inwieweit sich das vom System in Deutschland unterscheidet:

Das Einlagensicherungssystem dient dazu, Bankkunden vor einem Verlust ihrer Geldeinlagen zu bewahren, falls die jeweilige Bank zur Rückzahlung nicht in der Lage sein sollte. Entsprechende Sicherungssysteme gibt es sowohl in den USA als auch in Deutschland sowie anderen Teilen der Welt.

Die meisten Banken bewahren das Geld ihrer Kunden nur teilweise in Form von Bargeld auf. Den Rest investieren sie ihrerseits weiter bzw. legen es in längerfristigen Anlageformen fest und profitieren von den damit verbundenen höheren Zinseinnahmen.

Würden aber alle Kunden einer Bank zur gleichen Zeit ihre gesamten Einlagen zurückfordern, … [Hier geht’s weiter zum kompletten Original-Artikel …]

Internetrecherche – und wie verlässlich sind die Quellen?

Vor 20 Jahren war Recherchieren noch eine aufwändige Angelegenheit. Man konnte Stunden in Bibliotheken und Archiven verbringen. Das Internet hat das Informationswesen revolutioniert und unterschiedlichste Fakten und Meinungen innerhalb von kürzester Zeit verfügbar gemacht. Ein paar Klicks, die Eingabe von ein paar Worten in eine der gängigen Suchmaschinen, und man ist nur Bruchteile von Sekunden von dutzenden oder hunderten oder sogar noch mehr Links entfernt. Das macht die Suche schnell und einfach – in gewisser Weise kann es aber auch die Auswahl der richtigen Informationsquelle erschweren.

Denn es ist nicht besonders schwierig, etwas im Internet zu veröffentlichen. Im Zeitalter von Social Networking und Blogging und Webseiten nach dem Baukastenprinzip kann fast jedermann eigene Texte ins Netz stellen. Dazu kommen noch die täglichen eingehenden E-Mails, etwa abonnierte Newsletter zu diversen Themen. Kurz gesagt, nie vorher waren wir mit einer solchen Datenflut konfrontiert. Es lohnt sich also, beim Recherchieren darauf zu achten, woher die jeweiligen Informationen eigentlich stammen. Mit anderen Worten: Wer ist die Quelle? Wie kompetent ist diese Quelle wohl? Und – was ist deren Motivation bzw. Grund der Veröffentlichung?

Bei der Klärung dieser Fragen helfen uns besonders zwei Funktionen, die für die Internettechnologie besonders charakteristisch sind: 1. Suchmaschinen , 2. so genannte “Links” oder “Hyperlinks”, Querverweise innerhalb eines Online-Textes, die von im Text auftauchenden Begriffen direkt auf eine andere Internetstelle (auf der eigenen Seite oder anderweitig) verweisen. Zur besonders hilfreichen Sorte gehören Schlüsselausdrücke wie “Impressum”, “Über uns/mich” oder “About us”, “Unser Unternehmen”, “Mission Statement”, “User Info”, “Profil”.

Ein Produkt – viele Meinungen

Um das Internet zur Recherche nutzen zu wollen, muss man kein Journalist oder professioneller Schreiber sein. Ein klassisches Beispiel der Recherche für den Eigenbedarf, ist die Suche nach Produktinformationen. Es ist schließlich durchaus verständlich, dass man sich beim geplanten Kauf eines Produktes vorher ein wenig informieren möchte. Und es ist vernünftig, sich dabei nicht allein auf die Fernsehwerbung (die per Definition ja subjektiv zu sein hat) verlassen möchte. Die Eingabe der relevanten Begriffe in die Suchmaschine versorgt uns mit Links, und los geht’s! Wohlmöglich stoßen wir auf eine sehr wohlwollende Produktbewertung. Die sich daraus ergebende Frage ist, wo haben wir diese gefunden? Auf der Webseite des Herstellers? In der Online-Ausgabe einer Fachzeitschrift? In einem privaten Blog? In einem Diskussionsforum für Verbraucher? Im Katalogtext eines Online-Händlers? Oder vielleicht auf einer Internetpräsenz, die in irgendeiner Weise mit einem Konkurrenzprodukt in Verbindung zu bringen ist?

Man kann davon ausgehen, dass es sich auf der Webseite des Herstellers wie auch in Produktbeschreibungen von Online-Shops um werbende Texte handelt, deshalb wird man hier, abgesehen Eckdaten und Preisen, eher wenig ausgewogene Informationen, ganz zu schweigen von Kritik, zu lesen bekommen. Viele Internet-Händler sind inzwischen dazu übergegangen, Kundenbewertungen zu veröffentlichen. Es mag sich lohnen, sich diese für einen besseren Eindruck genauer anzusehen – dabei sollte man bei der Bewertung der Objektivität dieser Texte allerdings im Hinterkopf behalten, dass der Shop die Kontrolle über die Veröffentlichung dieser Kundenstatements hat. Man sucht also eine möglichst objektive aber kompetente Bewertung. Unabhängige etablierte Online-Fachzeitschriften dürften da in die richtige Richtung gehen. Natürlich haben auch diese Zeitschriften Anzeigenkunden und werden es vermutlich nicht gerade bewusst darauf anlegen, diese mit schlechten Kritiken über deren Produkte zu verprellen – trotzdem ist aber davon auszugehen, dass sie ihren Status nicht dadurch gefährden wollen, vollkommen unzutreffende Produktbewertungen abzugeben. Insofern unterscheiden sie sich häufig von den “Kundenmagazinen”, die in der Regel weniger unabhängig sind, sondern häufig Kooperationen mit verschiedenen Shops oder Herstellern eingehen (Stichwort “Affiliate”/”Partnershops”). Damit ist keine wirkliche Objektivität gewährleistet. Aufschluss über solche Fragen bietet das Impressums bekommen, auch indem man den Namen des dort genannten Unternehmens in eine Suchmaschine eingibt und überprüft, ob dieses wiederum mit anderen Unternehmen zusammenhängt.

Eine Person – noch mehr Meinungen

Gerade Aussagen zu Personen sind oft durch individuelle Sichtweisen gefärbt. Wenn es also um die Bewertung einer im Internet (oder anderen Medien) gemachten Aussage über eine Person geht, sollte man sich über das Verhältnis des Autors/dessen Auftraggebers zu dieser Person im Klaren sein, (Möglicherweise macht ja auch die Person eine Aussage über sich selbst?) Handelt es sich um jemanden aus der Politik, wird es höchstwahrscheinlich einen immensen Unterschied machen, aus welchem politischen (oder eventuell auch religiösen) Lager der Schreiber/Redakteur/Herausgeber kommt. Dies lässt sich zumindest bei Zeitungen/Magazinen (und deren Online-Ausgaben) relativ einfach herausfinden, da eine gewisse Grundhaltung oft bekannt ist. Lässt sich in dieser Richtung nichts herausfinden, kann man den Namen des Autors/der Quelle im Internet recherchieren und etwa anhand von anderweitig verfassten Texten Einstellungen oder schreiberische Tendenzen ausmachen.

Zweckmäßige Fragestellungen: Versucht der Autor die Person zu unterstützen (Fans, PR-Firmen) oder ihr zu schaden/zu diskreditieren? Könnte der Autor von seiner Aussage in irgendeiner Hinsicht profitieren? Geht es bei der jeweiligen Website/Publikation primär um die Darstellung von subjektiven/individuellen Sichtweisen oder um eine eher neutrale Weitergabe von Informationen? Ist der Zweck der Publikation tendenziell Sensations-/Meinungsmache (was ein Indiz für überspitzte Darstellungen sein könnte)? Geht es bei den Aussagen um die Darstellung von Meinungen, Klatsch oder tatsächlichen Fakten?

Solche Fragen lassen sich nicht immer eindeutig beantworten. Daher ist es letztendlich sinnvoll, sich Informationen über Personen von möglichst mehreren, verschiedenartigen Quellen zu besorgen und die Ergebnisse zu vergleichen. (Ausnahme: Wenn der Text von den Formulierungen her vermuten lässt, dass hier eine Seite lediglich von der anderen abgeschrieben hat.) Denn selbst wenn man unterstellt, dass jede Quelle eine eigene “Agenda” verfolgt, werden sich doch häufig gewisse Übereinstimmungen – und sei es nur in Teilaspekten – zeigen.

Was heißt das für die Leser?

Natürlich hat es unterschiedlichen Sichtweisen über ein und dasselbe Thema auch schon in der Vor-Internet-Zeit gegeben. Mit dem Internet sind die Quellen – und deren Fundstellen – jedoch sehr viel umfangreicher geworden, und der Informationsfluss schwieriger zu kontrollieren. Das muss nicht paranoid machen, nein. Aber aufmerksam beim Recherchieren. Vergleichen und Mitdenken gefragt!